Verkehrsgesellschaft Kreis Unna mbH
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Geschäftsbericht 2019 Verkehrswende – die VKU als Teil der Lösung

Die VKU hat in ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte schon viele Herausforderungen gemeistert. Das Jahr 2019 war gekennzeichnet vom gesellschaftlichen Konsens, die Anstrengungen gegen den Klimawandel zu verstärken und eine Verkehrswende mit verbesserten Angeboten bei Bus und Bahn herbeizuführen.

Doch dann kam es anders. Die ersten Monate des Jahres 2020 waren geprägt von einem Virus, das sich rasant auf unserem Globus ausbreitete und bei uns nie dagewesene Maßnahmen erforderlich machte. Auch die VKU musste reagieren. Und dies tat sie mit Augenmaß, um den Menschen im Kreis Unna auch in ungewöhnlichen Zeiten ein verlässlicher Mobilitätspartner zu sein und gleichzeitig alles daran zu setzen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Reaktionen auf die Krise

Die Schließung von Schulen und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens führten zu deutlichen Fahrgastrückgängen. Zum Schutz des Fahrpersonals wurden die vordere Einstiegstür verschlossen und die erste Sitzreihe gesperrt. Der nun nicht mehr mögliche Ticketverkauf konnte weder durch die E-Tickets aus der fahrtwind-App noch über die Vorverkaufsstellen kompensiert werden. Auch stellte die VKU die auf den Schülerverkehr ausgerichteten Fahrten zeitweise ein. Während immer mehr Einrichtungen geschlossen wurden, hielt die Servicezentrale fahrtwind mit ihren Standorten in Kamen und Lünen den Betrieb aufrecht. Abstandsregelungen und Plexiglas-Trennwände sorgen für den Schutz der Mitarbeiter und Kunden. Auch in den Werkstätten und der Verwaltung wurden Maßnahmen getroffen, um die VKU arbeitsfähig zu halten. Wann wieder Normalität eintritt, kann derzeit noch niemand abschätzen.

Die großen Themen bleiben

Das Leben geht weiter und damit auch die Probleme. Die Eindämmung des Klimawandels wird wieder an Bedeutung gewinnen. Und hier ist die Verkehrswende ein wesentlicher Bestandteil, die notwendigen CO2-Einsparungen zu realisieren. Die VKU ist dabei ein Teil der Lösung.

Die EU hat sich dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2030 um 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 1990 zu senken. In Deutschland konnten in vielen Bereichen, in der Energiewirtschaft, in der Industrie und bei Gebäuden, deutliche Einsparungen erzielt werden. Der Verkehrssektor hinkt hier wesentlich hinterher und hat de facto kaum Verringerungen erreicht (vgl. Treibhausgasminderungswirkung des Klimaschutzprogramms 2030 (Kurzbericht), als Download auf http://www.umweltbundesamt.de/publikationen).

VKU ist Teil der Lösung

Nur ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) trägt dazu bei, dass mehr Menschen auf den eigenen Pkw verzichten. Neben Bus und Bahn tragen auch die Partner des Umweltverbundes, das Fahrrad und das CarSharing zur Verkehrswende bei. Das Busangebot der VKU ist das Rückgrat dieser nachhaltigen Mobilität. Dabei ergänzt die VKU ihr Busnetz in enger Absprache mit dem Kreis Unna als Aufgabenträger, um den Bedürfnissen der Bürger im Kreis Unna zu entsprechen. Neue Gewerbegebiete werden mit Bussen erschlossen. Innovative Lösungen werden erprobt, so etwa die Anbindung des ECO-Ports in Holzwickede mit einem Kleinbus, der zusätzlich zum Fahrplan nach Bedarf fährt.

Im Projekt FUN – Flexibel UNterwegs im Kreis Unna – wird stetig an der Vernetzung der Verkehrsmittel im Umweltverbund gearbeitet. In Kooperation mit den Radstationen hat die VKU im vergangenen Jahr einige Anstrengungen unternommen, um dem Kunden einen einfachen digitalen Zugang zum Bus und zum Leihrad zu ermöglichen. Seit Anfang 2020 nutzt die Kreisverwaltung ein CarSharing-Fahrzeug, dass die VKU unter der Mobilitätsmarke fahrtwind betreibt und das auch
den Bürgern des Kreises offen steht.

Stark im Verbund

Viele Lösungen entwickelt die VKU im Verbund der Westfälischen Verkehrsgesellschaft (WVG), der Servicegesellschaft der VKU und ihrer Schwesterunternehmen RLG und RVM. Ein gemeinsames Vertriebshintergrundsystem ermöglicht den Unternehmen der WVG-Gruppe Synergieeffekte beim Vertrieb, denn alle Verkehrsunternehmen wenden den WestfalenTarif an. Und ein gemeinsames System im Hintergrund ist die Basis, effizient und wirtschaftlich den Schritt in Richtung des elektronischen Tickets zu gehen. Seit dem Sommer 2019 verkauft die VKU einen Teil ihrer Bartickets auch über die fahrtwind-App.

In dem Projekt Big Bird wird die VKU zusammen mit der RLG ein Check-in-Be-out-Ticketing erproben, bei dem der Fahrgast nur den Einstieg in den Bus bestätigen muss. Der Ausstieg wird vom System erkannt. Am Ende des Monats wird dem Fahrgast ein Bestpreis auf Basis des Westfalen-Tarifs abgerechnet – ein Meilenstein für den ÖPNV. Unterstützt wird das Projekt von den Spezialisten in der WVG Gruppe und dem Kompetenz Center Digitalisierung des Landes NRW, dessen Zweigstelle für Fahrgastinformation ebenfalls in der Unternehmensgruppe angesiedelt ist. Gemeinsam arbeitet die VKU mit der WVG und dem Kreis Unna an der Verkehrswende – mögen die Umstände derzeit auch widrig sein. Die VKU mit ihrem Fahrdienst, ihren Mitarbeitern in der Verwaltung, im Kundencenter fahrtwind oder in der Werkstatt ist ein Teil der Lösung.

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